In einem persönlichen Schreiben vom 16.4.19 distanziert sich Präsident Univ-Prof.Dr. Michael Enzinger als gewählter Klubobmann-Stellvertreter des „Klubs der Wiener Rechtsanwälte“ von der „Liste Heinke“ und empfiehlt die Wahl von Mag.Rüdiger Schender zum Vizepräsidenten der RAK Wien.
Sehr geehrte Klubkolleginnen und Klubkollegen!
Es ist gewiss ungewöhnlich, dass ich mich vor der bevorstehenden Plenarversammlung der RAK Wien als stellvertretender Klubobmann und Kammerpräsident an die Mitglieder des Klubs der Wiener Rechtsanwälte wende.
Ich habe zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Klub für die kommende Plenarversammlung aufgrund von Umständen, die ich nicht näher kommentieren möchte, aus der Sobranje ausgeschlossen wurde. Diese ist seit 1883 dafür verantwortlich, dass für die ehrenamtlichen Funktionen der Kammer jene Kandidaten vorgeschlagen werden, die nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren den Kammermitgliedern zur Wahl vorgeschlagen werden. Meine Wiederkandidatur als Kammerpräsident wurde trotz Ausschluss des Klubs der Wiener Rechtsanwälte von allen in der Sobranje vertretenen Anwaltsvereinigungen einstimmig beschlossen. Umso enttäuschender war für mich, dass ich von der Klubführung in den vergangenen vier Jahren statt Rückendeckung hauptsächlich Gegenwind wahrgenommen habe. In besonderem Maße irritiert hat mich zuletzt die Tatsache, dass mein Name ohne mein Wissen und ohne meine Zustimmung auf einer von der Klubführung initiierten Kandidatenliste als Gegenvorschlag zum Wahlvorschlag der Sobranje enthalten war. Da ich dies als schwerwiegenden Vertrauensbruch betrachte, unterstütze ich die Kandidatur von Kollegen Rüdiger Schender als Vizepräsidenten der RAK Wien und als meinen Stellvertreter.
Mit freundlichen Grüßen
Univ.-Prof. Dr. Michael Enzinger